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Hochwasserrettungseinheit FRB im Aufbau

Auftakt für den Aufbau einer bisher einmaligen Einheit: Einsatzkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und des Technischen Hilfswerks (THW) führten Mitte September die erste gemeinsame Ausbildungsveranstaltung auf dem Wasserübungsplatz Barme der THW-Bundesschule in Hoya durch. Das Modul 17 „Bergungs- und Rettungseinsätze unter Einsatz von Booten bei Überschwemmungen“ (Flood Rescue using Boats (FRB)) soll zukünftig in bis 1.500 km Entfernung entlang der Außengrenzen der Bundesrepublik Deutschland zum Einsatz kommen.

Wenn Ehren- und Hauptamtliche aus verschiedenen Organisationen und Bundesländern Hand in Hand gemeinsamen arbeiten und die Farbe der Einsatzkleidung keine Rolle spielt, entsteht etwas Neues und Besonderes! 40 THW-Helferinnen und Helfer, hauptsächlich aus den Ortsverbänden Achim, Hameln, Leer und Nordenham sowie 30 DLRG-Retter aus dem gesamten Bundesgebiet haben den Grundstein für eine aktive Zusammenarbeit gelegt, die in den kommenden Jahren wegweisend für die deutsche internationale Hilfe in der Hochwasserrettung sein soll. Koordiniert wird das neue FRB-Modul von der THW-Geschäftsstelle Verden, mit Unterstützung durch die Geschäftsstelle in Arnsberg, und dem Präsidium der DLRG. Das THW als ehrenamtlich getragene Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes und die DLRG als gemeinnützige und selbstständige Wasserrettungs- und Nothilfeorganisation unterscheiden sich strukturell, ergänzen sich in Ihren Fähigkeiten jedoch zusätzlich. Das FRB-Modul verbindet die logistische Komponente des Transports zu Wasser des THW mit der Wasserrettungskompetenz der DLRG.

Das erste Ausbildungswochenende stand ganz im Fokus des gegenseitigen Kennenlernens und Verstehens der neuen Partner und ihrer Ausstattung. Neben der Vorbereitung auf kommende Auslandseinsätze und das Leben im Feldlager stand die fachspezifische Ausbildung der Bootsbesatzungen und des Stabspersonals im Vordergrund. In der Zukunft sollen Standard-Einsatz-Regeln für alle Teileinheiten des Moduls erstellt werden und der Umgang mit dem neu beschafften Material trainiert werden.

Hans-Hermann Höltje, Leiter Einsatz der DLRG, dankte allen Teilnehmenden des ersten Ausbildungswochenendes für ihr Engagement. Er appelliert an die Einsatzkräfte, die Zeit bis zum ersten Einsatz zu nutzen, um die gute Zusammenarbeit zu vertiefen und das Modul weiterzuentwickeln. „Es kommt nicht auf die Farbe an!“ schließt er nach einem weiteren Wort des Dankes an haupt- und ehrenamtliche THW- und DLRG-Angehörige.

Auch Tabea Vidril, Sachbearbeiterin Einsatz im THW Landesverband Bremen, Niedersachsen, blickt aus Sicht der Übungsleitung auf den erfolgreichen Auftakt zurück. Sie dankt besonders den Führungskräften des FRB-Moduls und den ehrenamtlichen Referenten, die die Ausbildungsveranstaltung mit Leben gefüllt haben. Fabian Schaffhausen, Geschäftsführer der betreuenden THW-GSt Verden, bringt einen weiteren Dank an die Küche des THW-Bundesschule Hoya und die Fachgruppe Logistik Verpflegung aus Helmstedt aus, die das gesamte Wochenende das FRB-Modul und zwei weitere Übungen in Barme und Hoya mit insgesamt 170 Helfern verpflegt haben.

THW/Cedrik Schlag

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