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Ein Wahrzeichen weicht

Eine spektakuläre Sprengung stand am vergangenen Samstag auf dem Oldenburger Fliegerhorst im Fokus: Im Rahmen eines Fortbildungslehrganges haben Angehörige der Fachgruppen Sprengen einen alten Funkturm und ein nebenstehendes Gebäude gesprengt.

Die Stadt Oldenburg plant einen neuen Stadtteil und zu diesem Zwecke müssen alte Strukturen weichen. Genau die richtige Gelegenheit also um eine Fortbildung für Sprengberechtigte im Bereich „Gebäudeniederlegung“ durchzuführen. Am vergangenen Samstag war es dann soweit: Kurz nach 14 Uhr knallte es das erste Mal und der ehemalige Funkturm fiel zu Boden. Wenige Minuten später folgte ihm dann das Nebengebäude.

Ein Blick zurück 

Bereits am Mittwoch hatten die Helferinnen und Helfer damit begonnen, die Sprengung am ehemaligen Funkturm sowie am Gebäude 56 auf dem ehemaligen Militär-Gelände unter der Anleitung eines erfahrenen Sprengmeisters vorzubereiten. Im Gebäude wurden über 570 Bohrlöcher und im Funkturm 44 Bohrlöcher mit Sprengmittel verfüllt. Das Gebäude und der Turm waren bereits im Vorfeld „mechanisch” vorgeschwächt und die Sprenglöcher zusätzlich mit Schutzmatten abgesichert worden. 

Neben dem beratenden Sprengmeister lag die Spreng- und Gesamtaufsicht in den Händen von Ronald Bahr, hauptamtlicher Mitarbeiter des THW-Landesverbandes Bremen, Niedersachsen. Um auch nachts arbeiten zu können, wurde der Gefahrenbereich mittels Lichtmastanhänger vom THW Ortsverband Jever ausgeleuchtet. Begleitet wurde der Einsatz vom Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) aus dem Ortsverband Achim. 

Neben dem Sprengeinsatz selbst, mussten in einem 300 Meter großen Sicherheitsradius etwa 50 Haushalte mit fast 200 Personen von den THW-Kräften aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Eine Herausforderung, die das THW aus Oldenburg am Samstag mit Unterstützung der Polizei leistete. Unterstützung erhielten sie dabei aus den Ortsverbänden Westerstede, Wardenburg, Nordenham, Hude-Bookholzberg und Osterholz-Scharmbeck. 

Abschließend zeigt sich Axel Brandt, der Ortsbeauftragte des Ortsverbandes Oldenburg, mit dem reibungslosen Übungsverlauf zufrieden und dankt allen am Einsatz beteiligten Einheiten, den Rettungskräften, der Polizei und der Feuerwehr für ihr großes Engagement. 

THW/Marcus Schwerendt

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