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Sturmtief "Friederike": Strom läuft!

Sturmtief Friederike hatte in der vergangenen Woche massive Schäden verursacht: Umgestürzte Bäume, beschädigte Häuser, versperrte Straßen. In Hann. Münden war zudem die Stromversorgung ausgefallen. Einsatzkräfte der Fachgruppen Elektroversorgung der Ortsverbände Hann. Münden, Sarstedt, Hildesheim, Northeim und Bad Lauterberg sicherten am Freitag mit Netzersatzanlagen die Stromversorgung bei einem metallverarbeitenden Betrieb. 

„Wir sollen hier die Stromversorgung eines metallverarbeitenden Betriebs sichern“ erläutert Mike Dettmar, Zugführer vom THW Hann. Münden. „Dazu setzen wir die Netzersatzanlagen aus Bad Lauterberg und Hildesheim ein. Versorgt wird eine Produktionslinie mit Schweißrobotern, die wieder anlaufen soll. Der Strombedarf ist hier so groß, dass wir eine Leistung von 640 kVA auffahren.“ Um einen Vergleich zu haben: die Netzersatzanlage des Ortsverbands Sarstedt hat eine Leistung von 175 kVA und kann acht Bauernhöfe und zehn Einfamilienhäuser mit Strom versorgen. 

Ebenfalls mit Strom versorgt der Ortsverband Osterode am Harz ab Freitag die Bewohner von Polsterberg in Clausthal-Zellerfeld. Eine gerissene Freileitung führte zum Zusammenbruch der Stromversorgung, die über eine SEA mit 8kVA bis zur Reparatur wieder gesichert werden konnte.

Zahlreiche Schäden in Nordhorn und Lingen

In Nordhorn galt es mehrere große Astteile einer Eiche aus einem Dach zu entfernen. Dazu wurden zunächst lose Äste und Dachziegel entfernt, über die schadhaften Stellen Dachlattenstücke eingebaut und zum Schluss die Dachfläche wieder provisorisch eingedeckt. Außerdem mussten ein Baum von einer Garage entfernt und die in der Garage gelagerten Güter in Sicherheit gebracht werden. Der Ortsverband Nordhorn war aber auch selbst vom Sturmtief betroffen, denn es gab einen Stromausfall in der Unterkunft. Dank der Netzersatzanlage konnte die Stromversorgung wieder hergestellt werden.  

In Lingen drohte ein Baum auf ein Haus zu fallen. Da sich der rund 20 Meter hohe Baum auf der Rückseite des Hauses befand, mussten zwei Krane zum Bergen des Baumes angefordert werden. Der Baum wurde durch einen Kran gesichert und zwei Helfer vom THW schnitten aus einem Arbeitskorb, der an dem anderen Kran hing, Äste des Baumes ab. Auf diese Weise sollte Gewicht vom Baum genommen werden. Da diese Aktion nicht den gewünschten Gewichtsverlust des Baumes zur Folge hatte, wurde nach und nach von unten erst der Stamm von der Wurzel getrennt und dann in Schritten um ca. vier Meter gekürzt. Anschließend konnte mit Hilfe der Seilwinde des GErätekraftwagens der Stamm zur Seite gezogen werden.

Über 200 THW-Kräfte waren in Niedersachsen nach dem Sturm „Friederike“ im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen. Ihre Einsatzaufgaben umfassten dabei das Entfernen von Windbruch, Räumen von Straßen und die Sicherstellung der Stromversorgung.

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