Hauptnavigation

ASH für einsturzgefährdete Gebäude

Sind Gebäude vom Einsturz bedroht, kann das THW diese mit unterschiedlicher Ausstattung sichern. Neben dem Einsatzgerüstsystem gibt es dafür das Abstützsystem Holz (ASH), mit dem marode Decken und instabile Wände abgestützt werden können. Am vergangenen Wochenende wurde das ASH sowohl in Wismar als auch in Großenberg bei Bad Pyrmont aufgebaut, um Gebäude nach Bränden vor dem Einsturz zu schützen. Eingesetzt wurden dabei mehr als 140 Einsatzkräfte aus mehreren Ortsverbänden.

Bei dem Großbrand in Wismar wurden am vergangenen Wochenende mehrere Gebäude beschädigt, darunter auch ein historisches Gebäude am Wismarer Marktplatz. Durch den sehr lange andauernden Löschwassereintrag wurde die statische Struktur der Häuser so destabilisiert, dass sie nur mit aufwendigen Sicherungsmaßnahmen gehalten werden konnten. So wurden am Sonntag insgesamt elf THW-Ortsverbände aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie Niedersachsen nach Wismar angefordert, um mit dem im THW normierten ASH die Häuser in voller Höhe gegen Einsturz abzusichern.

In der Nacht entstand dann an beiden Häusern ein Stützgerüst aus zehn miteinander verkoppelten Einzelstützen von jeweils 15 m Höhe. Insgesamt wurden dabei drei ASH verbaut, die aus den Ortsverbänden Gadebusch, Pinneberg und Uelzen angefordert wurden. Während des Einsatzes wurden zudem mit dem Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) die Wände der Häuser abgetastet, um eventuelle Gebäudebewegungen zu registrieren.

Eingesetzt waren in Wismar die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus den Ortsverbänden Bad Doberan, Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, Gadebusch, Ludwigslust, Lüneburg, Pinneberg, Rostock, Schwerin, Stralsund, Stelle-Winsen, Uelzen und Wismar.

Scheunenbrand in Großenberg

Nach dem Brand in einer Scheune in Großenberg bei Bad Pyrmont am vergangenen Samstag wurde der THW-Ortsverband Hameln von der Feuerwehr angefordert, um das angeschlagene Gebäude abzustützen. Auch hier setzten die 24 eingesetzten Helferinnen und Helfer neben dem Einsatzgerüstsystem (EGS) da ASH ein. Die Sicherungsarbeiten erfolgten parallen zu den Abriss- und Nachlöscharbeiten am Nachbargebäude.

Was ist das ASH?

Der Umfang des ASH ist beachtlich, denn neben Holzbalken in verschiedenen Größen führt das THW bei einem Einsatz Kreissägen und Bohrmaschinen mit. Damit lässt sich das Holz vor Ort je nach Verwendungszweck leicht bearbeiten.  Beim Aufbau des ASH wird zwischen zwei Stützmethoden unterschieden: Die erste ist der sogenannte Stützbock, der bis zu 15 Meter in die Höhe reichen kann. Die zweite Methode ist das Sprengwerk. Es wird verwendet, um zwei Wände gegeneinander abzustützen. Mit vorgefertigten Holzbalken lassen sich so individuelle Sprengwerke mit einer Spreizweite von bis zu zehn Metern herstellen.

Einmal aufgebaut, bleibt das ASH meist bis zum Ende des Einsatzes stehen, das heißt in der Regel bis zum Wiederaufbau oder Abriss des Gebäudes. Das Holz wird danach in aller Regel nicht wieder für ein ASH verwendet, da es unter anderem durch Witterungseinflüsse nicht mehr hundertprozentig belastbar ist.

 

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Zusatzinformationen

Archiv

Hier können sie nach Einsätzen suchen.

Archivsuche

Navigation und Service