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Ehre, wem Ehre gebührt

Diese Überraschung war gelungen: THW-Präsident Albrecht Broemme zeichnete am vergangenen Sonntag Doris Heppe und Fokke Mennenga aus. Doris Heppe bekam die höchste Auszeichnung, die das THW zu vergeben hat – das Ehrenzeichen in Gold. Fokke Mennenga wurde für seine Verdienste rund um das THW mit dem  Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet.

In der Begründung für Doris Heppe heißt es: „Frau Heppe vereint Tugenden, die gerade ein auf alt, abgenutzt und verbraucht gerichtetes Hobby in besonderem Maße verlangt: Geduld, Zähigkeit, Unverdrossenheit, Detailliebe und Akkuratesse. Sie ist in Bezug auf alle Anforderungen und Termine bereitwillig und zuverlässig. Dabei prägt sie nicht das Bild einer typischen Frau' in der historischen Sammlung. Sie scheut keinen Schmutz, Rost oder Defekt an Geräten und Materialien und ist handwerklich begabt. Sie lebt Engagement und Motivation durch ihr Tun und ihre Haltung“, hebt Hans-Joachim Derra, seines Zeichens Leiter der historischen Sammlung, die besondere Bedeutung von Doris Heppe für das THW hervor. (…)

Als die historische Sammlung 2008 ins Leben gerufen wurde, war sie eine der Aktiven der ersten Stunde. Sie hat als Gründungsmitglied quasi die historische Sammlung in Niedersachsen mit aufgebaut und damit auch ihren neuen Schwerpunkt in ihrem breitgefächerten Engagement im THW gefunden. (…) 

„Frauen, die heute im THW anfangen, würde ich raten, sich sehr im THW zu engagieren, denn es macht sehr viel Freude, den Menschen zu helfen, die unsere Hilfe brauchen. sagte Doris Heppe und dieser Satz steht sinnbildlich für ihre Motivation. Dabei war es zu Beginn für sie nicht gerade leicht, denn der damalige Ortsbeauftragte aus Hameln wollte sie nicht in seinem Ortsverband aufnehmen. Diese restriktive und ablehnende Haltung war für sie allerdings kein Grund, nicht ihr Ziel weiter zu verfolgen. Stattdessen wand sie sich an den Ortsverband Stadthagen und dort wurde sie mit offenen Armen empfangen. Erst später wechselte sie dann in den Ortsverband Hameln.(…) 

Gespür für das Zwischenmenschliche

In der Begründung für die Auszeichnung für Fokke Mennenga heißt es: Fokke Mennenga gehört zu dem besonderen Personenkreis, die das THW in seinen unterschiedlichen Epochen durchlebt hat. Er trat im September 1968 mit jungen Jahren ein. Die 50 folgenden Jahre, die er als Helfer durchmachte, machten nicht nur ihn reicher an Erfahrungen, sondern auch umgekehrt, konnte das THW auf unterschiedliche Weise vom Wissen und dem Elan Mennengas profitieren.

Seine Anfänge machte Fokke Mennenga beim Ortsverband Aurich als Ersatzdienstleistender. (…) Fokke Mennenga glänzte in vielem, was er beim THW tat. Besonders positiv fiel er immer wieder mit seinen Stärken in der Fachgruppe Führung und Kommunikation (FK) auf. (…) Herr Mennenga fasst die Arbeit der FK folgendermaßen zusammen: “Eine Fachgruppe Führung und Kommunikation sorgt dafür, dass die richtige Einsatzkraft mit der richtigen Ausbildung, mit dem richtigen Gerät, mit dem richtigen Auftrag zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.” Dabei hatte er stets ein Gespür für das Zwischenmenschliche, er ist bekannt für Aussagen wie „soziale Probleme kann man nicht technisch lösen”.  

(…) Auch in den Einsätzen, wie dem Oder-Hochwasser oder dem ICE-Unglück in Eschede zeigte Herr Mennenga vorbildlichen und überdurchschnittlichen Einsatz und machte die Fachgruppe Führung und Kommunikation zu dem, was sie heute ist. Dass er besonders gute Führungsqualitäten besitzt, zeigte er auch als Leiter der THW-Führungsstelle bei den Einsätzen des Elbe-Hochwassers und bei der Unterbringung der Asylsuchenden in Oerbke. Auch nach der Übergabe als Leiter der Fachgruppe Führung und Kommunikation an seinen Nachfolger ist Fokke Mennenga immer noch tatkräftig beim THW aktiv. Sei es bei der Ausbildung der neuen bzw. angehenden Sachgebietsleiter oder auch als einfacher Helfer: er steht seinem Ortsverband in jeder Hinsicht mit Rat und Tat zur Seite  und gibt seinen reichen Erfahrungsschatz unermüdlich weiter.

Die letzten 50 Jahre hat Herr Mennenga großartiges erbracht. Sowohl fachlich als auch als Kamerad ist er dadurch unersetzlichen das Technischen Hilfswerk geworden. Für diese Zeit gebührt ihm Dank und Anerkennung, daher übergeben wir ihm heute das Ehrenzeichen in Silber. 

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